Endlichkeit und Unendlichkeit in der Mathematik

Der 1. Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung 2021 ist ab Dienstag, 9. März 2021, 18:00 Uhr hier abrufbar.

Referent: Prof. Dr. phil. nat. Hans-Christoph Im Hof

Emeritus, Departement Mathematik und Informatik der Universität Basel

Anhand einer Reihe von Beispielen, ausgehend vom Prozess des Zählens, wird verdeutlicht, wie in der Mathematik zu verschiedenen Zeiten mit verschiedenen Aspekten des Unendlichen umgegangen wurde und noch wird.

Ringvorlesung 2021 – Endlichkeit und Unendlichkeit

März bis Mai 2021

Alle Vorlesungen sind jeweils an einem Dienstag um 18.15 Uhr auf der Homepage der Aeneas-Silvius-Stiftung in Form einer Aufzeichnung oder als Zoom-Vortrag zu verfolgen.

Zur Einführung
Prof. Dr. Johannes Brachtendorf, Tübingen

Der Begriff der Unendlichkeit bildet eine Herausforderung für viele Wissenschaften. Die Metaphysik von den Vorsokratikern bis Hegel erkennt ihm eine Zentralstellung zu. In der Theologie gilt «Unendlichkeit» als Prädikat Gottes. Das unendlich Grosse und das unendlich Kleine sind Themen schon der antiken Physik. Die Kosmologie fragt seit jeher, ob der Kosmos unendlich alt ist oder nicht, ob er unendlich gross ist oder eine endliche Grösse hat. In der physikalischen Kosmologie der letzten Jahrzehnte ist die unendliche Zahl möglicher Welten ebenso zum Thema geworden wie die endlose Entstehung immer neuer Welten aus den Singularitäten der alten Welten. Die Mathematik des 20. Jahrhunderts hat mit den transfiniten Zahlen das aktual Unendliche für sich wiederentdeckt. Selbst die Populärkultur versetzt den Zuschauer in die «unendlichen Weiten» des Weltalls, um ihn an den Abenteuern des Raumschiffs Enterprise (Star Trek) teilhaben zu lassen.

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Ringvorlesung 2019 – Wahrheit und Wissen

  • 19. März 2019: Rechtsmedizin
    Prof. Dr. med. Dipl. phys. Eva Scheurer, Direktorin Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel
  • 9. April 2019: Theologie
    Prof. Dr. theol. Sonja Ammann, Theologische Fakultät der Universität Basel, Altes Testament
  • 30. April 2019: Rechtswissenschaft
    Prof. Dr. iur. Felix Uhlmann, Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Rechtsetzungslehre der Universität Zürich, Präsident BVG- und Stiftungsaufsicht beider Basel
  • 14. Mai 2019: Sozialpsychologie
    Prof. Dr. Rainer Greifeneder, Sozialpsychologie, Fakultät für Psychologie der Universität Basel
  • 28. Mai 2019: Philosophie
    Prof. Dr. phil. Gunnar Hindrichs, Philosophisches Seminar der Universität Basel

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Im Nahostkonflikt gibt es viele Wahrheiten

Schutz oder Schikane? Eine Sperranlage riegelt das West­jordanland, ein Teil der palästinensischen Autonomiegebiete, ab. (Foto: Harry Pockets/Wikimedia)

Aeneas-Silvius-Ringvorlesung 2017/2018 zu Wissen und Wahrheit

Gibt es Wahrheit im Nahostkonflikt? Ein Vortrag zu diesem ebenso aktuellen wie brisanten Thema von Erik Petry, stellvertretender Leiter des Zentrums für Jüdische Studien der Universität Basel, beendete die Ringvorlesung der Aeneas-Silvius-Stiftung.

Den Nahostkonflikt kann man auch so umschreiben, wie es Erik Petry einleitend tut: «Eine hochemotionale Situation, bei der eigentlich alle immer alles ganz genau wissen.» Doch was die einen wissen, ist nicht das gleiche, was die anderen ebenfalls zu wissen beanspruchen. Die Wahrheit sieht je nach Optik ganz unterschiedlich aus.

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