Willkommen

Die Aeneas-Silvius-Stiftung bezweckt seit 1960 die Organisation und Durchführung einer jährlich einmal stattfindenden öffentlichen Vorlesung innerhalb der Universität Basel durch eine hervorragende Wissenschaftlerin bzw. einen hervorragenden Wissenschaftler und deren Publikation in angemessener Form. Die Vorlesungen sollen Themen aus dem Spannungsfeld zwischen Religion, Ethik, Wissenschaft, Gesellschaft, Kirche und der Universität behandeln. Die Aeneas-Silvius-Stiftung will den Impuls in Lehre und Forschung der Universität Basel verstärken. Sie organisiert daher seit 2011 zusätzlich zur Vorlesung eine interdisziplinäre Ringvorlesung an der Universität Basel sowie für Lehrende und Studierende ein interdisziplinäres Masterseminar zum Jahresthema.

Ringvorlesung 2026 – «Mehr als Intelligenz»

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Einladung zur 14. Aeneas-Silvius-Ringvorlesung im Frühjahrssemester 2026

Sehr geehrte Damen und Herren
Liebe Freundinnen und Freunde der Aeneas-Silvius-Stiftung

Im Frühjahrssemester 2026 neigt sich der zweijährige Zyklus « Mehr als Intelligenz » seinem Ende entgegen. Voller Erwartung blicken wir Beiträgen entgegen über die menschliche Stimme und künstliche Intelligenz, wie sich KI als gesellschaftliches Phänomen manifestiert und über Fotografie in Zeiten künstlich generierter Bilder. Den Abschluss bildet wiederum eine Podiumsdiskussion, an der eine junge Schriftstellerin, ein seit langem etablierter Schriftsteller und ein Komponist miteinander darüber sprechen werden, was in ihrem Schaffen künstliche Intelligenz bedeutet und wie es ihr Arbeiten beeinflusst ( oder eben nicht ). All diese Beiträge runden ein Spektrum ab, das künstliche Intelligenz von ganz unterschiedlichen Seiten beleuchtet hat und dabei immer der Frage nachgegangen ist, wo das menschliche Urteilsvermögen nach heutigem Ermessen doch noch erforderlich ist. Die Erkenntnis musste und muss naturgemäss schemenhaft bleiben. Erst die weitere Zukunft wird zeigen, wie v. a. auch die Voten von Rüdiger Safranski und Konrad Liessmann sich bewähren und welchen Stellenwert sie bekommen.

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61. Aeneas-Silvius-Vorlesung

Dienstag, 4. November 2025, 18.15 Uhr
Kollegienhaus der Universität Basel, Petersplatz 1, Aula

Wir sind keine denkenden Frösche.
Über das abgründige Mehr der Intelligenz.

Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, Emeritus für Philosophie an der Universität Wien

Begrüssung: Prof. Dr. Thomas Grob, Vizerektor für Lehre an der Universität Basel

Ausgehend von einigen Überlegungen vor allem in Anschluss an Friedrich Nietzsche und Günther Anders wird Konrad Paul Liessmann die These umkreisen, dass das Mehr der Intelligenz mit Intelligenz wenig zu tun hat, aber uns gerade dieses Defizit erlaubt, auf eine « intelligente » Art intelligent zu sein, die den Algorithmen bis auf weiteres verwehrt bleibt.

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Einladung zur 13. Aeneas-Silvius-Ringvorlesung im Frühjahrssemester 2025

Sehr geehrte Damen und Herren
Liebe Freundinnen und Freunde der Aeneas-Silvius-Stiftung

Es sei einem Kunsthistoriker nachgesehen, wenn er dem Schreiben ein Bild voranstellt. Der Kupferstich von Johann Sadeler zeigt die Sapientia, also die Weisheit, auf ihren Knien ein aufgeschlagenes Buch mit den Worten Sapientia persepta (akzeptierte Weisheit ). Den Fuss stützt sie auf eine mit Blindheit geschlagene Personifikation der Caligo humana, des verdunkelten menschlichen Sinnes, die der Vana gloria, dem eitlen Ruhm, nachjagt. Darunter besagt der Zweizeiler auf Deutsch: Die Weisheit schenkt durch fromme Bücher den Vorgeschmack der Wahrheit. Wem der Geist verdunkelt ist, der stürzte ihr vor die Füsse.

In der Ringvorlesung, die dieses Frühjahr beginnt und im Frühjahr 2026 ihre Fortsetzung finden wird, geht es massgeblich um die Frage, wo die Weisheit sitzt und wo der verdunkelte Intellekt des Menschen. Tritt uns die Weisheit in Form der KI entgegen oder ist umgekehrt die KI jenes, was den menschlichen Sinn verdunkelt ?

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Neuer Zyklus «Mehr als Intelligenz»

Grenzen der Künstlichen Intelligenz aus heutiger Sicht. Ein interdisziplinärer Versuch.

Pate für den neuen zweijährigen Zyklus ist ein Dostojewski-Zitat. In «Schuld und Sühne» sagt Raskonikow (III,3): «Er ist ein kluger Mensch, aber um klug vorzugehen, dazu ist Verstand allein zu wenig». Gelegentlich wird der zweite Teil des Satzes auch übersetzt mit: «Es braucht mehr als Intelligenz, um intelligent zu handeln». Daraus haben wir den Titel des gesamten Zyklus abgeleitet: «Mehr als Intelligenz».

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